Schreiben

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Sonntag, 11. März 2018

Victoria Suffrage, Träume bleiben ohne Reue

»Und wenn es bis zum Ende nur noch einen einzigen schönen Moment gibt, einen, wie ich unzählige in den letzten Tagen erlebt habe, dann hat es sich gelohnt.« (Edda Mochnitz)

Edda, schnodderige Ex-Puffmutter, lebt im Altenheim und pflegt ihr Image als Scheusal. Darin wird sie bestärkt, als sie die tödliche Diagnose ALS erhält. Innerlich beginnt Edda sofort, ihren Abgang zu planen. Wilma, Eddas neue Mitbewohnerin, begegnet deren Gehässigkeit mit Herzlichkeit. Nach Anfangsschwierigkeiten erklärt sich Wilma sogar bereit, Edda bei ihrem Abgang mithilfe der "Beklopptengang" zu unterstützen. Der Altenpflegeschüler Vincent nennt sie »mon général«, wühlt unerlaubt in Schränken, die Schülerin Laura hat auf nichts Bock und schleudert das Jesuskind an die Wand. Und was wollen der Herrgott in Eddas Badezimmer und der schwarze Vogel auf dem Fensterbrett?

Leserstimmen:

»Eine Story, die einem mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurücklässt.« www.facebook.com/Büchernerds

»Wenn ich groß bin, will ich wie Edda sein.« www.bücherheike.de

»Spritzig, unterhaltsam und doch nachdenklich. Kann nur Edda …« www.Lese-paradies.blogspot.com

»… und denkt gar nicht daran, den Lachmuskeln eine Pause zu gönnen.« www.facebook.com/TraumhafteLesewelt


Nun, das Buch und die Leserstimmen sprechen für sich. Was soll ich noch dazu sagen, außer dass ich wirklich glücklich bin über das Werk.
Michael Lohmann und ich hatten wieder mal die Freude, dass uns Victoria über den Text herfallen ließen - nur, es gab wenig zu lektorieren, da die Geschichte um Edda und die Beklopptengang einfach herzzereißend, herzerfüllend von Anfang an gut war.

 Zum Buch

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Enya Kummer, Julie: Am Ende ist Erinnern

Ich möchte euch ein zartes, literarisch hochwertiges Buch von Enya Kummer ans Herz legen, das ich lektorieren durfte. Wir hatten eine gute Zeit zusammen. Eine behutsame, schwebende, so, wie das Buch ist.



Julie: Am Ende ist Erinnern
Die siebzehnjährige Yva hat es schwer in ihrer Familie. Sie muss sich um ihren autistischen Bruder kümmern und das meiste im Haushalt erledigen, da ihre depressive Mutter dem allen nicht gewachsen ist. Der Vater ist schwer beschäftigter Jurist und verschließt vor den Problemen die Augen.
Dann ist da Yvas panische Angst vor Wasser, die sie mehr und mehr in Albträumen und im Alltag verfolgt.
Erschöpft von ihrem Leben begegnet ihr eines Tages Julie, die so ganz anders ist: selbstbewusst, gelassen, sehr direkt, aber auch liebevoll. Yva verfällt der neuen Freundin, hungert nach Begegnungen mit ihr.
Eines Tages sehen Yvas bester Schulfreund Janis und ihr Vater sie in merkwürdiger Kleidung durch die Stadt laufen. Yva verzweifelt, denn sie kann sich nicht erinnern. Nur noch in Julie sieht sie eine Hilfe. Mit Julie wird alles gut, denkt sie. Doch ist das wirklich so? Wer ist Julie, was sind das für Träume, die Yva plagen, was hat es mit den fehlenden Bildern im Fotoalbum auf sich? Was verheimlichen ihr die Eltern?


ebook und Taschenbuch

 

Mittwoch, 29. November 2017

Fluch und Segen: Der Name Coleman von Edeltraut Dols

Edeltraut Dols hat mich gebeten, ihr bereits erschienenes Buch zu überarbeiten, was ich sehr gern gemacht habe, denn dem Text fehlte, wie die Autorin meinte, ein bisschen die Eleganz von der Art, wie sie die Südstaaten-Villa auf dem Cover vermittelt. Wir beide haben das hinbekommen und das Buchkind erneut in die Welt hinausgeschickt.
Wer die Zeit in den Südstaaten mit Baumwollplantagen und arroganten Mistkerlen, denen das Schicksal ihrer Sklaven egal ist, solange die spuren, mag, findet hier eine spannende Lektüre zu dem Thema.


Klappentext:
Auf der Baumwollplantage seines Vaters wächst Jayson offiziell als legitimer Sohn auf. Doch die Wahrheit birgt ein brisantes Geheimnis, das der Vater um jeden Preis schützen will. Jaysons einzige Verbindung zur Familie beschränkt sich auf seinen kränklichen Bruder Calvin. Als dieser erneut schwer erkrankt, bittet er Jayson um einen Gefallen. Jayson willig ein. Er ahnt nicht, auf was er sich eingelassen hat. Er gerät in einen tiefen Zwiespalt, zudem verliebt er sich ausgerechnet in Calvins Freundin. Jemand verfolgt ihn und auch sein Vater verhält sich eigenartig. Doch alles kommt noch weitaus schlimmer ...
  
BUCH

 

Dienstag, 21. November 2017

Mignon Kleinbek, Wintertöchter - Die Gabe

 Die Presse schreibt: Ein Roman wie ein Sog. In der Tat, so fühlte ich mich auch, als der Pinguletta Verlag mir das Manuskript zum Lektorat überreichte. Bald schon kam es zur intensiven Zusammenarbeit mit der Autorin, was mir eine große Freude war. 
Und bei mir kam es zum Sog. Denn die erdige Geschichte im Bergbauernmilieu, in der die Umstände, das Ambiente mit großer Nähe beschrieben sind, geht ans Herz. In einer Zeit, in der Frauen Schwerstarbeit zu leisten hatten, oft auch von den Mannsbildern belächelt und mit Grobheit behandelt wurden, entwickeln sich die Frauen auf eine besondere Weise. Ein starkes Werk! Ich gratuliere dazu!



Ein Roman wie ein Sog:
„Wintertöchter – Die Gabe“ von Mignon Kleinbek

1940, in der letzten Rauhnacht eines eiskalten Winters, irgendwo in der kargen Bergwelt Österreichs: Die junge Marie keucht und flucht. Eine Wehe nach der anderen überrollt sie, denn die Geburt ihres ersten Kindes kündigt sich vorzeitig an. Unter dramatischen Umständen bringt Marie ihre Tochter zur Welt. Und sobald sie ihr Baby in den Armen hält, wird ihr eines sofort klar: Dies ist ein ganz besonderes Kind! Denn Anna trägt ein Erbe in sich, das einige Frauen in ihrer Familie auszeichnet – eine sehr besondere Gabe! Eine ganz außergewöhnliche und geheimnisvolle Fähigkeit, die ihr Leben bestimmen wird. Eine Begabung, die Fluch und Segen gleichermaßen ist und die das Schicksal von Anna lenken wird.

Im Buchhandel erhältlich und bei Amazon.

Katharina Mosel, Vier Mal Frau

Vier Frauen - wie sie unterschiedlicher nicht sein können - und doch verbindet sie eines: Aufgeben gilt nicht! Sie alle haben ein Päckchen zu tragen, sie alle wollen ihr Leben einerseits eigenständig meistern und andererseits die Liebe finden. Eine Liebe, die trägt, nicht einschränkt und auf gleicher Augenhöhe gelebt werden kann. Ob es so kommt?
Wir, die Autorin und ich, hatten einen äußerst angenehme und unkomplizierte Zeit zusammen, flockig und locker, wie auch das Buch geschrieben ist. Lesen Sie selbst, liebe Damen.





Klappentext:
Nach ihrer gescheiterten Ehe wollte sich Mona erst einmal verkriechen und ihre Wunden lecken. Doch der Plan geht nicht auf: Ihre beiden besten Freundinnen, Julia und Cecilia, überreden sie, sich selbstständig zu machen. Während Mona in ihrer neuen Tätigkeit ausgerechnet mit Vanessa, der jungen Geliebten des Exmanns, konfrontiert wird, schlägt sich Julia mit der Frage herum, ob frau wirklich ihr bisheriges Leben mit wechselnden Männerbekanntschaften der Liebe wegen umkrempeln soll. Cecilia hat die Nase voll vom Alleinsein und lässt sich auf eine Online-Partneragentur ein. Doch kann man auf diese Art und Weise wirklich einen Mann fürs Leben finden?

Katharina Mosel erzählt in diesem köstlich-frechen Frauenroman, dass das Leben immer wieder für Überraschungen gut ist.


Buch


Gabriele Auth, Juli - What the bird said

Es ist vollbracht! Und es war nicht einfach, das Buchkind ins Leben zu schicken. Immerhin haben wir da einen Roman, der das Mädchen Juli nach düsterer Kindheit in die Flower-Power Zeit katapultiert, in der sie zwischen zwei Brüdern steht, beide liebt, dann hungert in Italien, umgeben von Heroinabhängigen, von Menschen,  denen es schwerfällt, sich weiter zu entwickeln. Ob Juli es schafft, ihr Leben in den Griff zu kriegen? 
Das sollten Sie lesen. Spannend, poetisch, verstörend.
Ich freue mich, dass ich Ihnen das schöne Werk nun vorstellen kann.



Klappentext:
Zwei junge Frauen treffen sich im Raucherraum eines Krankenhauses. Juli und Elsa.
Sie rauchen. Sie reden.
Juli erzählt Elsa ihre Geschichte in einer einzigen Nacht. Die Kindheit mit einem alkoholabhängigen Vater, erste Liebe und deren Ende mit Schrecken. Zwei Brüder, zwischen denen sie sich nicht entscheiden konnte und die seltsamen Träume von einer Vogelfrau, deren Botschaft sie am Ende der Nacht endlich versteht.


Buch

 

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Entgegen aller Vernunft von Emilia Doyle

Das Buch zu lektorieren war sehr spannend. Ich bewunderte während der Arbeit die große Kenntnis zur Geschichte des amerikanischen Bürgerkriegs der Autorin. Farbig wird auch die Zeit der Sklaverei geschildert, die Selbstverständlichkeit, mit der die Plantagenbesitzer die Schwarzen als Eigentum betrachten.
Vor diesem Hintergrund findet eine bittersüße Liebesgeschichte statt.

Wir hatten eine gute Zeit, danke dafür!



Klappentext:
Roman über eine Liebe in den Südstaaten, im Vorfeld des Amerikanischen Bürgerkrieges. Flora heiratet einen reichen Plantagenbesitzer, aber es fällt ihr schwer, sich in die Welt der Pflanzer-Aristokratie einzugewöhnen.
Von ihrem Ehemann fühlt sie sich unverstanden und ihre Schwiegermutter lässt kein gutes Haar an ihr.
Eines Tages begegnet sie dem charmanten Gavin Pears, einem Soldat aus dem Norden, der in Charleston stationiert ist.
Flora ist von dem Mann hingerissen und lässt sich auf eine riskante Liebesbeziehung mit ihm ein. Doch ist die junge Frau geschaffen für ein Leben aus Lügen und Geheimnissen?
Das schlechte Gewissen quält sie zunehmend. Aber auch die sich verschärfenden Beziehungen zwischen dem Norden und dem Süden belasten ihre Liebe.
Sie treffen eine Entscheidung, doch das Schicksal hat längst entschieden.


Buch